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Saarland

Motorradtouren im Saarland

Strecken-Achsen, Bikertreffs, Tankstellen und fertige Tagesrunden – alles zum Fahren.

Touren aus dem M&R-Tourenportal

Von der Redaktion gefahren und dokumentiert – mit Karte und GPX-Track zum Nachfahren.

Saarland & Luxemburg – Mosel
280 km

Saarland & Luxemburg – Mosel

An der Mosel entlang geht es über das Saarland bis nach Luxemburg.

Saarschleife – Saarland & Pfälzer Wald
280 km

Saarschleife – Saarland & Pfälzer Wald

Neben den zahlreichen Kurven im Pfälzer Wald erwarteten uns grenzübergreifende Erlebnisse auf unserer Motorradtour Saarschleife – Saarland & Pfälzer Wald.

Saar-Hunsrück – im Westen was Neues

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16 Bundesländer in 10 Tagen: Deutschland-Tour

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Anlässlich 30 Jahren Wiedervereinigung unter erschwerten Corona-Bedingungen begeben sich Jürgen und Ralf auf eine Deutschland-Tour und besuchten alle 16 Bundesländer.

Alle 4 Saarland-Touren mit Karte und GPX-Track im Tourenportal von Motorrad & Reisen.Motorradtouren im Saarland mit GPX-Tracks
Strecke

Strecken-Achsen und Bikertreffs im Saarland

Die Hauptachsen

Eichenlaubstraße durch den Schwarzwälder Hochwald. Die landschaftlich schönste Achse des Landes zieht sich durch den Schwarzwälder Hochwald – mit dem Dollberg bei Nonnweiler (rund 695 Meter) die höchste Erhebung des Saarlands. Dichter Buchen- und Mischwald, lange Bögen statt enger Spitzkehren, wenig Verkehr: ideales Reise-Tempo. Wer es kurviger mag, fädelt von hier in die Nebenstraßen Richtung Hunsrück ein.

B268 Richtung Weiskirchen und Nationalpark Hunsrück-Hochwald. Die B268 verbindet den Saarbrücker Raum nach Norden mit dem Hochwald und streift den Nationalpark Hunsrück-Hochwald, der alte Buchenwälder und Hochmoore schützt. Fließende, gut ausgebaute Strecke mit Waldpassagen – ein guter Faden, um die Tour in den höher gelegenen, kühleren Teil des Landes zu legen.

Rund um die Saarschleife (Mettlach – Orscholz – Merzig). Der Klassiker im Westen: Die Straßen über Mettlach und Orscholz führen zum Aussichtspunkt Cloef hoch über der Saarschleife. Die Saar windet sich hier auf knapp zehn Kilometern um einen Quarzit-Riegel, obwohl Anfang und Ende der Schleife nur rund zwei Kilometer auseinanderliegen. Vom Cloef geht der Blick rund 180 Meter in die Tiefe – der Fixpunkt jeder Saarland-Tour.

Bliesgau und der Südosten (Blieskastel – St. Wendel). Sanftes Hügelland mit Streuobstwiesen im UNESCO-Biosphärenreservat Bliesgau, dazwischen das Barockstädtchen Blieskastel und der Wendelsdom in St. Wendel. Genussstrecke mit weiten Kurven, vom Saarbrücker Raum aus die naheliegende Halbtagesrunde nach Südosten.

Übergang nach Idar-Oberstein und an die Mosel. Nach Nordosten zieht ein attraktives Kurvenband über den Hochwald bis nach Idar-Oberstein in Rheinland-Pfalz – wer mehr will, hängt von Mettlach aus die Mosel oder einen Abstecher nach Lothringen an. Die Lage im Dreiländereck macht grenzüberschreitende Touren zum Normalfall.

Bikertreffs und Talknotenpunkte

  • Mettlach – Tor zur Saarschleife, bekannt durch die Keramikmanufaktur, idealer Start- und Fotostopp im Westen.
  • Merzig – Kreisstadt am nördlichen Ende der Saarschleife, gute Versorgung und Einstieg ins Hochwald-Revier.
  • St. Wendel – Knotenpunkt im Norden mit dem Wendelsdom, Ausgangsbasis für Bostalsee und Hunsrück-Hochwald.
  • Blieskastel – barocke Altstadt im Bliesgau, ruhiger Pausenplatz für die Südost-Runde.
  • Nonnweiler – am Fuß des Dollbergs und nahe dem keltischen Ringwall von Otzenhausen, Tor zum höchsten Teil des Landes.
  • Saarbrücken – Landeshauptstadt und großer Knoten, von hier laufen die Achsen in alle Himmelsrichtungen sternförmig aus.
Versorgung

Tankstellen & Versorgung unterwegs

Motorrad auf einer sonnigen Landstraße zwischen Wiesen und Wald
Auf den Landstraßen des Saarlands

Versorgung ist im Saarland nie ein Problem: Das Land ist klein und dicht besiedelt, in den Tälern und Städten – Saarbrücken, Saarlouis, Merzig, St. Wendel, Neunkirchen – steht alle paar Kilometer eine Tankstelle. Dünner wird es nur in den Waldgebieten des Schwarzwälder Hochwalds und im Nationalpark Hunsrück-Hochwald: Wer dort die ruhigen Forststraßen abfährt, sollte im letzten größeren Ort volltanken, bevor es in den Wald geht. Eine echte Reichweiten-Falle wie im Hochgebirge gibt es im Saarland aber nicht. Tipp für Grenzgänger: In Frankreich und Luxemburg ist der Sprit oft günstiger – ein Tankstopp jenseits der Grenze lohnt sich auf den ohnehin grenznahen Runden fast immer.

Grenzland zum Anfassen — Tanken, Papiere und was Frankreich verlangt

Das Saarland ist so klein, dass jede längere Runde früher oder später an einer Landesgrenze steht — und genau das lässt sich einplanen. Der Sprit ist der offensichtlichste Grund: In Luxemburg ist Kraftstoff traditionell günstiger als in Deutschland, die Tankstellen an den Moselübergängen bei Schengen und Remich liegen direkt hinter der Grenze und sind an sonnigen Wochenenden entsprechend voll. Auch in Frankreich liegt der Preis meist unter dem deutschen Niveau. Wer die Grenze auf der Tour ohnehin kreuzt, legt den Tankstopp dorthin, statt vorher voll zu machen.

Motorrad in einer weiten Kurve auf dem Weg nach Berus
Kurvenschwung auf dem Weg nach Berus

Vor der ersten Frankreich-Runde lohnt der Blick auf die dortigen Pflichten, die von den deutschen abweichen:

  • CE-geprüfte Handschuhe sind für Fahrer und Sozius vorgeschrieben.
  • Eine reflektierende Warnweste muss griffbereit mitgeführt werden, um sie beim Halten auf der Fahrbahn anzulegen.
  • Für die Einfahrt in französische Umweltzonen — etwa Metz oder Straßburg — ist die Plakette Crit'Air an der Maschine nötig. Auf den reinen Landstraßen-Runden durch Lothringen und die Vogesen spielt sie keine Rolle.

Führerschein, Fahrzeugschein und Ausweis gehören ins Gepäck; die EU-weite Kfz-Versicherung gilt auch jenseits der Grenze. Kontrollen sind im Schengen-Raum die Ausnahme, tauchen aber gelegentlich stichprobenartig auf — die Papiere also erreichbar verstauen, nicht ganz unten im Koffer.

Die Saarschleife bei Mettlach — Cloef, Baumwipfelpfad und der Ausflugsverkehr

Der beste Blick auf die Saarschleife ist der Aussichtsfelsen Cloef über Orscholz, und direkt daneben führt am Cloef-Atrium ein Baumwipfelpfad in langen, flachen Rampen durch die Kronen des Hangwaldes hinauf zu einem Aussichtsturm. Barrierearm, kostenpflichtig und ein lohnender Stopp — für den man die Maschine ohnehin abstellt und ein Stück zu Fuß geht.

Der Haken ist der Andrang. An sonnigen Wochenenden und Feiertagen zählt die Cloef zu den größten Ausflugsmagneten des Landes: Die Parkflächen laufen voll, und die Zubringer über Mettlach und Orscholz stehen phasenweise. Wer die Schleife flott anfahren und in Ruhe fotografieren will, kommt früh am Morgen oder am späten Nachmittag — unter der Woche ist die Ecke ohnehin entspannt. Mettlach am Fuß der Schleife taugt als Start- und Rastpunkt, von dem die kurvigen Verbindungen nach Merzig und hinauf in den Saargau schnell erreicht sind.

Über die Grenze nach Lothringen und in die Nordvogesen

Weil das Land so schmal ist, sind die spannendsten Fortsetzungen oft ausländisch. Vom Bliesgau oder aus dem Raum Saarbrücken ist die lothringische Grenzstadt Sarreguemines (Saargemünd) in Minuten erreicht. Von dort zieht sich ein waldreicher Korridor nach Süden zur Festungsstadt Bitche mit ihrer weithin sichtbaren Vauban-Zitadelle und weiter in den Regionalen Naturpark Nordvogesen (Parc naturel régional des Vosges du Nord).

Die Nordvogesen fahren sich kurviger und geschlossener bewaldet als das Saarland — Buntsandstein-Höhen, Burgruinen und ruhige Départementstraßen, dazu Orte wie La Petite-Pierre als Rastziel. Als Tagesrunde ab dem Saarland ist das gut machbar: hin über Lothringen, zurück über die Saar-Achse, wo mit der Völklinger Hütte direkt an der B51 der industrielle Kontrapunkt zum Vogesenwald wartet — Welterbe und Schlechtwetter-Alternative in einem.

So funktioniert das Revier im Kern: kurze Wege, viel Grenze. Drei Länder an einem Fahrtag sind hier keine Expedition, sondern eine Frage der Streckenführung — das Saarland liefert den Ausgangspunkt, die Kurven kommen oft von nebenan.

Fünf fertige Tagesrunden für eine Woche im Saarland

Runde 1 — Saarschleife und der Westen, ca. 110 km, 3:00 h:

Von Mettlach über Orscholz zum Cloef, weiter nach Merzig und durch das Saartal zurück. Kompakte Einsteigerrunde mit dem Wahrzeichen des Landes als Höhepunkt. Erweiterbar mit einem Abstecher nach Luxemburg.

Runde 2 — Schwarzwälder Hochwald und Dollberg, ca. 130 km, 3:30 h:

Über die Eichenlaubstraße durch den Schwarzwälder Hochwald, Stopp am keltischen Ringwall Otzenhausen und am Bostalsee, zurück über St. Wendel. Die kühle, waldreiche Höhenrunde für heiße Sommertage.

Runde 3 — Bliesgau und Barock, ca. 120 km, 3:15 h:

Vom Saarbrücker Raum durch das Hügelland des Bliesgaus nach Blieskastel, weiter nach St. Wendel mit dem Wendelsdom. Genussrunde mit weiten Kurven und barocken Stadtkernen.

Runde 4 — Industriekultur und Saar, ca. 100 km, 3:00 h:

Völklinger Hütte, Saarlouis mit Festungskern und das Saartal – die Runde für Industriekultur und Geschichte, ideal auch bei wechselhaftem Wetter dank überdachter Stopps.

Runde 5 — Dreiländereck Saarland, Lothringen & Mosel, ca. 200 km, 5:00 h:

Die große Tour: von Mettlach an die Mosel und über die französische Grenze nach Lothringen und zurück. Grenzüberschreitendes Kurvenband mit günstigem Tankstopp jenseits der Grenze – das volle Dreiländereck-Erlebnis.

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